Kategorie: Blog

  • Nichts Neues auf meiner Website

    Leider habe ich in den letzten Jahren kaum Zeit und Muse gefunden, meine Website weiter zu entwickeln und mit Inhalten zu füllen. Auch ein dringendes Upgrade auf joomla 4 wäre notwendig – oder ich steige überhaupt auf ein anderes cms um. Die Forschung ging natürlich weiter, wenn auch die Fortschritte immer kleiner wurden. In den letzten Jahren habe ich auch alle Höfe der Gemeinde Finkenstein und der KG Maria Gail nach dem Franziszeischen Kataster kartografisch erfasst. In meiner schon seit langer Zeit aufgebauten Access-Datenbank habe ich auch die damaligen Besitzer eingetragen. Diese beinhaltet 606 Höfe und wird ständig ergänzt, wenn mir aus grundherrschaftlichen Quellen weitere Informationen unterkommen. Weil mich vor allem auch die Vertreilung und Geschichte des Besitzes der einzelnen Grundherrschaften in diesem Gebiet interessiert, habe ich alle Parzellen (das sind mehrere Tausend) nach Zugehörigkeit zur Grundherrschaft erfasst und in QGIS eindigitalisiert, sodass eine Visualisierung der einzelnen Besitzeinheiten möglich ist. Einen Beitrag werde ich beizeiten darüber veröffentlichen.

    Ich freue mich jedenfalls immer wieder über Anfragen von Personen, welche an der Geschichte der Heimat oder ihrer Familie interessiert sind und denen ich weiter helfen kann. Die von mir vor mehr als 11 Jahren ins Leben gerufene Facebook-Gruppe Ahnenforschung Kärnten, Krain & Küstenland hat mittlerweile über 1700 Mitglieder und fand schon Erwähnung in den Printmedien.

    Die Forschung geht weiter und seit der Entdeckung der antiken Stadt Tasinemetum in der Gemeinde Rosegg hat es mir auch die Römerzeit angetan und mein Interesse gilt nun auch der Erforschung der Römerstraßen bzw. Altstraßen in Kärnten.

  • Mein Beitrag in der Carinthia I 2022

    Am 14. Dezember fand im neuen Kärnten Museum in Klagenfurt die Präsentation der neuen Carinthia I (212. Jahrgang) statt. Es handelt sich um die älteste wissenschaftliche Zeitschrift Österreichs. Darin befindet sich heuer auch ein Beitrag von mir über meinen Vorfahren Jakob Fugger, der Herrschaftsverwalter, Landrichter und Bauer war. Es freute mich sehr, dass mein Beitrag hoch gelobt wurde.

    https://geschichtsverein.ktn.gv.at/

    Mein Beitrag in der Carinthia I 2022

  • Die ersten slowenischen Matriken sind online

    Seit 19. Oktober 2020 sind die digitalisierten Kirchenbücher der Diözese Maribor auf matricula einsehbar. Damit kann nun auch in der Untersteiermark (Štajerska) sowie in der Region Koroška nach Ahnen geforscht werden. Es bleibt zu hoffen, dass die Diözesen Ljubljana und Koper in den kommenden Jahren nachziehen werden. In Österreich ist nur mehr das Burgenland noch nicht vollständig online verfügbar. Hier geht es zu den Matriken: Matriken der Diözese Maribor

  • Ahnenforschung in Slowenien

    Ahnentafel GallobitschIm letzten Jahr (2019) habe ich mich verstärkt auf die Erforschung meiner Vorfahren in Slowenien konzentriert. Zu diesem Zweck besuchte ich im Mai das Archiv der Diözese in Koper, um eine Spur in Bovec/Flitsch zu verfolgen. Es folgten dann noch 6 Archivtage im Archiv der Erzdiözese Ljubljana zwischen Juni und November 2019 für meine Ober- und Unterkrainer Ahnen.

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  • Blasius Maurer

    Jahrelang habe ich nach dem Geburtseintrag meines Vorfahren Blasius Maurer gesucht. Nun wurde ich fündig. Fälschlicherweise wurde er mit dem Familiennamen Teschiak eingetragen. Dieser Name leitet sich vom Vulgonamen des Elternhauses des Vaters her. Hier zeigt sich wieder einmal, dass Vulgonamen oft geläufiger waren als die eigentlichen Familiennamen. Er wurde am 20.01.1750 in Greuth (Pfarre St. Stefan-Finkenstein) als ehelicher Sohn des Johann Maurer (fälschlich Teschiak) und der Eva geb. Katholnig geboren. Wahrscheinlich war dies beim vlg. Wukounig, denn 1746 werden die Eltern als Gastleute an diesem Hof erwähnt. Später wurde Blasius Besitzer der Faschiniak-Keusche in Altfinkenstein. Er hatte 8 Kinder aus zwei Ehen. Den Sohn Josef Maurer verschlug es sogar nach Rzeszów in Galizien (heute Polen), wo er bürgerlicher Rauchfangkehrermeister wurde. Es wäre interessant zu klären, ob es von dieser Linie noch Nachkommen gibt. Blasius Maurer starb mit 50 Jahren am 17.01.1801 in Finkenstein 9 (heute Altfinkenstein 13)

  • Server-Umzug

    Meine Homepage ist auf einen neuen Server umgezogen. Die genealogischen Datenbanken sind derzeit noch nicht abrufbar, da ich einige Einstellungen ändern muss. Ansonsten sollte alles perfekt und schneller als vorher funktionieren. Falls sich irgendwo Fehler bemerkbar machen, bitte ich um Mitteilung. Weitere Datenbanken folgen in Kürze.

  • Ahnenforschung – Vorläufiger Endstand

    Nach vielen Jahren intensiver Forschung habe ich nun eine Ahnentafel im pdf-Format erstellt, welche ich aufgrund der Größe in einem Copyshop ausplotten musste. Herausgekommen ist dabei eine 3,5 m lange Papierrolle, welche 626 Ahnen verteilt auf bis zu 13 Generationen darstellt. Diese Ahnentafel stellt den vorläufigen Endpunkt in meiner Forschung da. Die Matriken sind nun großteils ausgeschöpft. Es gibt aber noch einige Linien, bei denen ich die Vorfahren mangels zusätzlicher Hinweise nicht eindeutig identifizieren konnte. Weiters sind auch die Vorfahren im heutigen Slowenien noch großteils unerforscht.

    Warum tu ich mir sowas an? Die Antwort ist einfach: Das Interesse an der Vergangenheit und den eigenen Wurzeln treibt mich an, meine Ahnen zu erforschen. Und fängt man einmal damit an, entwickelt sich daraus eine Art Sucht, eine Neugierde und Herausforderung weitere Personen zu finden, vielleicht auch Einblicke in ihre Lebensgeschichte zu bekommen. Auch wenn alles weit zurück liegt, tragen wir auch immer etwas von dieser Vergangenheit in uns. Unser persönliches Umfeld und unser Lebensraum ist das Ergebnis einer historischen Entwicklung. Wie es sich gezeigt hat, stehe ich mit meinem Interesse nicht alleine da. Die Ahnenforschung hat sich bereits zu einer Art Volkssport entwickelt, angespornt auch durch die zunehmende Verfügbarkeit genealogischer und historischer Fakten im Internet. Ein weiterer Aspekt dieser Sammung von Personendaten ist auch die Aussicht, weitschichtige Verwandte ausfindig zu machen. Es entsteht die Einsicht, dass wir ja doch irgendwie alle verwandt sind.

    Wie geht es weiter? Die Forschung hat noch lange kein Ende erreicht. Ziel ist es, bei einzelnen Linien jenseits der Kirchenbücher noch weitere Informationen über grundherrschaftliche Aufzeichnungen herauszufinden. Weiters hoffe ich, dass die slowenischen Matriken irgendwann einmal online verfügbar sind.  Besonders interessant ist es ja, wenn man neben den nüchternen Personenstandsdaten auch noch Geschichten ausgraben kann. Eine spannende Quelle sind hierbei Gerichtsprotokolle oder alte Zeitungen. Im Geschichtsunterricht ist man zumeist nur mit den Geschichten der großen Lenker, Denker und Köpfe der Weltgeschichte konfrontiert. Viel spannender finde ich es, wenn man die Geschichte und Lebenswelt der eigenen Vorfahren, der zumeist einfachen Bauern, Handwerker und Dienstleute, kennenlernt. Wenn man sich fragt, wie diese gehaust, sich ernährt, gearbeitet und gelebt haben. Mit welchen Problemen sie konfrontiert waren. Da wird einem schnell bewusst, dass wir es heute gar nicht so schlecht haben – jedenfalls nicht in materieller und politischer Hinsicht.

     

     

  • Kärntner Matriken online

    Zu Beginn des Jahres 2016 wurden die ersten digitalisierten Matriken der Diözese Gurk online gestellt. Es wurde mit den Pfarren mit dem Anfangsbuchstaben A begonnen. Mit heutigem Stand (12.02.2016) sind alle Pfarren bis zum Buchstaben F online. Die Kärntner Diözese ist somit dem Beispiel anderer gefolgt. Zuletzt wurden im letzten bzw. vorletzem Jahr die Matriken der Steiermark und Tirols ins Internet gestellt.

    Wie einige andere Diözesen hat sich auch die Kärntner Diözese für die beliebte Plattform Matricula.info entschieden. Nun ist schon der größte Anteil der österreichischen katholischen Matriken im Internet verfügbar. Ausständig sind lediglich noch die Diözesen Salzburg und Eisenstadt (Burgenland).

    Die Familienforschung in Kärnten ist nun einfacher geworden. Bis 2019 sollen die Matrikenbücher aller 336 Pfarren der Diözese Gurk vollständig digitalisiert und online verfügbar sein. Hat man früher mindestens 4 Monate vorher für einen Termin im Archiv der Diözese Gurk ansuchen müssen, so kann man nun bequem von zu Hause aus die Matriken durchsuchen. Ein großer Vorteil ist auch, dass man einige Bücher, welche wegen dem schlechten Erhaltungszustand nur als schlecht lesbare Kopien im Lesesaal zur Verfügung standen, nun als hochauflösende Farbdigitalisate betrachten kann. Auch die vorhandenden Indizes wurden digitalisiert und vereinfachen die Suche nach bestimmten Geburts-, Trauungs- oder Sterbeeinträgen.

    Was die Einsicht betrifft, unterliegt diese gesetzlichen Bedingungen. Einträge aus Geburtsbüchern jünger als 100 Jahre sind gesperrt. Trauungs- und Sterbebücher sind bis 1939 freigegeben. Ab diesem Jahr sind dann ohnehin die Standesämter für die Beurkundungen verantwortlich.

    Das einzige, was dem Anfänger Schwierigkeiten bereiten wird, ist das Lesen der Kurrentschrift und das Verstehen alter oder lateinischer Begriffe. Dagegen hilft Weiterbildung. Es gibt eine Vielzahl von Kursen, Webseiten und Literatur zu diesem Thema. Hilfe bietet auch die Facebookgruppe Ahnenforschung Kärnten, Krain und Küstenland.